Unser Besuch in der Teamschule in Drensteinfurt war ein voller Erfolg.

 

Angefangen hatte die Idee, das die Tochter eines unserer Member gerne unseren Club im Projektunterricht vorstellen würde. 

Als Erstes stand natürlich die Rücksprache mit den Eltern und dann mit dem Club an.

 

Alle fanden die Idee super, sich einfach mal vorstellen zu dürfen, den Lehrern und vor allem den Schülern (alle zwischen 12 und 14 Jahren alt) die Vorurteile über "Rocker" nehmen zu können.  

 

Kurz zur Erklärung: der Projektunterricht ist fester Bestandteil des Stundenplans. Die Schüler stellen eigentlich alles was von Ihrem Interesse ist in diesen Stunden vor, mit allerlei Anschauungsmaterial, und wie bei uns, lebenden Objekten (sonst sind es eher Katzen oder Hunde).

 

Dann kam die eigentlich größte Hürde: die Lehrer. Denn keiner wußte wie die Reaktion sein würde, und das Spektrum ist halt sehr groß, angefangen bei "Oh mein Gott, das tun wir den Schülern nicht an" bis "Geht klar!".

 

Also, Anfang des Jahres, Termin zum Elterngespräch in der Schule holen und hoffen...

 

Und es kam wie es kommen musste. Nach anfänglichem Zögern und Zweifeln, aber auch zuhören

worum es eigentlich geht, wurde den Eltern zugesichert, dass man mit der Schulleitung spricht und Bescheid bekämen.

 

Das Ganze dauerte etwa 14 Tage und fast wider Erwarten gab es die Zusage, sogar die Schulleiterin wollte dabei sein und wir durften mit den Motorrädern sogar bis vor den Eingang fahren um das Projekt einzuläuten.

 

Dann ging es erstmal los, Infos einzuholen. Jeder wusste ein bißchen, manche etwas mehr und im Endeffekt entstand ein Vortrag von fast 35 Minuten mit allen (jugendfreundlichen) Infos über die Szene, das Clubleben, die Ausfahrten und allem drum und dran.  

 

Zum Saisonstart war es dann soweit. Es wurden sogar Unterrichtsstunden getauscht, dass das Ganze im Nachmittagsbereich stattfindet, da wir alle Beruftätig sind.

 

Leider haben es nicht alle geschafft, aber wir bekamen noch ganz liebe Unterstützung vom Old School Biker Markus und seiner Lebensgefährtin Carola.

 

Abgesprochen war, dass alle Schüler der Klasse uns zum Stundenbeginn vor der Schule erwarten und uns in Empfang nehmen. Als wir im Korso geschlossen ankamen war das Staunen natürlich erstmal groß. Nicht nur unter den Mitschülern der eigenen Klasse, sondern auch derjenigen, die noch nicht im Unterricht waren.

 

7 Motorräder inkl. Fahrer in Kutte, sieht man nicht alle Tage auf dem Schulhof.

 

Leider war die Schulleitung verhindert und somit nur die Klassenlehrerin dabei, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tat.

 

Nach kurzer Vorstellung durch die Projektführende Schülerin vor dem Schulgebäude, ging es in den Klassenraum.

 

Die Plakate mit den für den Vortrag vorbereiteten Fakten hingen schon an der Tafel und der Vortrag konnte direkt beginnen. Dieser war durch die Aufregung

aber so schnell rum, dass die Moderation des Projektes kurzfristig an unseren Thierry und Heiko ging, die den Schülern noch allerlei Informationen geben und Fragen 

beantworten konnten. 

 

z.B. wie der "Werdegang" in einem Club ist, also Hangeround, Prospect, Fullmember. Dies wurde dann sehr plastisch und praktisch erklärt. Siehe Foto:

 

von links nach rechts.

 

Pit - Fullmember

Jules - Prospect

Elli - ehem. Hanger

Nach dem Projekt sind nochmal alle mit nach draußen um noch weitere, dadurch aufkommende Fragen zu stellen und zu beantworten. Das geplante Gruppenfoto

ist wegen Schüchternheit einiger Mitschülerinnen leider nicht so ganz toll geworden, aber es war den Versuch wert.

 

Zum Abschluß der Präsentation wurden erst die Lehrer davon in Kenntnis gesetzt, dass die Schülerin beim Vater mit auf dem Motorad nach Hause fährt. Die Überraschung 

für die Schülerin war natürlich riesig, da wir alle Klamotten für sie dabei hatten, damit sie gut geschützt mitfahren konnte.

 

Einige der Fotos sehen abgeschnitten aus, was sie auch sind... Zum Schutz der Schüler, Datenschutz und so...